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13.06.2019

RPA: 5 Mythen, die eine Umsetzung von RPA-Projekten erschweren

Robotic Process Automation (RPA) ist eine Technologie, die es Unternehmen und ihren Mitarbeitern ermöglicht, weniger Zeit mit repetetiven Aufgaben zu verbringen, um so mehr Zeit in wertschöpfende Tätigkeiten zu investieren. Dies geschieht durch die Automatisierung langwieriger Aufgaben über mehrere Anwendungen der IT-Infrastruktur hinweg. Unternehmen profitieren davon, dass ihre Mitarbeiter mehr Zeit für den Kundenkontakt, das Erreichen von Unternehmenszielen sowie für das Brainstorming über zukünftige Aktivitäten verwenden können. Viele Organisationen halten das für eine gute Idee, und oft wollen sie sich auf eine solche Struktur zubewegen. Oft fehlt allerdings noch das Verständnis für das Konzept und Unternehmen sind sich der Umsetzungsfallen nicht bewusst, die die Einführung von RPA mit sich bringen.

Argumente gegen RPA

RPA wird oft mit der Übernahme von menschlichen Arbeitskräften in Verbindung gebracht. Ein Mythos, der die falsche Botschaft über diese smarte Technologie sendet. Bei RPA geht es um die Effizienzverbesserung und sogar darum, die Freude und den Spaß am Arbeitsplatz zu erhöhen, indem Zeit für Mitarbeiter geschaffen wird, um anspruchsvollere und zufriedenstellendere Aufgaben erfüllen zu können. Und ja, es gibt Jobs, bei denen RPA Menschen ersetzen kann. Gleichzeitig bietet die Technologie aber vor allem einen neuen Weg, der es Unternehmen ermöglicht, ein produktiveres Geschäft zu gestalten, welches die wichtigen menschlichen Erkenntnisse und die Kreativität erfordern.

Illusion versus Realität

Der Hauptgrund für das Scheitern von RPA-Projekten sind falsche Erwartungen. Unzufriedenheiten wie diese beginnen oft mit einem Missverständnis über die wahren Einsatzmöglichkeiten von Robotic Process Automation. Unrealistische Annahmen sind häufig die Ursache für das Scheitern von Implementierungen. Das ist schade, denn RPA kann wirklich begeistern, und eine Einführung von RPA kann das Leben von Mitarbeitern und Kunden nachhaltig optimieren. Lassen Sie uns also damit beginnen, im Namen von RPA die fünf am häufigsten verbreiteten Mythen zu beseitigen.

Illusion 1: Kostensenkung ist der einzige Vorteil von RPA.

Denken Sie darüber nach, wie sich RPA positiv auf Kosten, Kundenbeziehungen und Risikomanagement auswirken kann. Die Marktnachfrage erfordert von den meisten Unternehmen eine digitale Transformation. Die Steigerung der Durchsatzgeschwindigkeit, die Verbesserung der validierten Entscheidungsfindung und die Verbesserung der Genauigkeit sind die drei entscheidenden Faktoren für diese Transformation. IT-strukturell gesehen kann RPA die Lücken zwischen mehreren Systemen schließen, ohne eine Kreuzung von Patches zu erzeugen. Das IT-sicherheitsbewusste RPA kann eine Ergänzung zur Cybersicherheit sein, indem es Muster erkennt und potenzielle Schwachstellen in Echtzeit identifiziert.

Illusion 2: Jeder beliebige Prozess kann mit RPA automatisiert werden und ist als eigenständige Lösung hochwirksam.

Die Prozessanalyse zeigt, dass in der Regel 50% der Prozesse, die repetitive Aufgaben enthalten, für die Automatisierung geeignet sind. Allerdings wird der Nutzen von RPA erst dann maximiert, wenn die zeitaufwändigsten Aktivitäten für die Mitarbeiter automatisiert werden.

Illusion 3: Eine virtuelle Arbeitskraft ersetzt die menschliche Arbeitskraft.

RPA eliminiert gewisse sich wiederholende Aufgaben, die Mitarbeiter normalerweise zu erledigen hätten. Dadurch werden Aufgaben von den virtuellen Software Robotern übernommen, aber keine Arbeitsplätze. RPA schafft Skalierbarkeit, Effizienzsteigerung und ermöglicht Mitarbeitern, sich auf weniger monotone und mehr wertschöpfende Aufgaben zu konzentrieren.

Illusion 4: Die Automatisierung von Roboterprozessen beseitigt Risiken, indem sie jegliche menschliche Beeinflussung beseitigt.

Wann immer ein Mitarbeiter eine repetitive Aufgabe acht Stunden lang am Stück erledigen muss, wird er einen Fehler machen, egal wie einfach die Aufgabe ist. In diesem Sinne wird die Fehlerhäufigkeit durch RPA beseitigt, aber nicht durch menschliche Eingriffe. Auf der anderen Seite könnte es auch ein großes Risiko sein, denn wenn Aufgaben falsch programmiert werden, wird es die Aufgaben konsequent falsch ausführen. Bei RPA ist es also wichtig, ein Gleichgewicht zwischen Automatisierung und menschlicher Aktivität zu schaffen, denn nur wenn das Zusammenwirken richtig ausbalanciert ist, wird die Magie von RPA entfaltet. 

Illusion 5: RPA ist ein Tool, das ohne spezielle Kenntnisse einfach Inhouse zu implementieren ist.

Es mag klar geworden sein, dass die Umsetzung im Hinblick auf RPA nicht auf die leichte Schulter genommen werden kann. Die Implementierung erfordert einen ganzheitlichen Ansatz von einem erfahrenen Partner. Sie müssen ein genaues und realistisches Bild der aktuellen Situation haben, nur dann kann RPA so funktional und vorteilhaft sein wie erwartet. Die eigene Sichtweise auf RPA muss als Methodik und nicht als Technologie verstanden werden. Eine intelligente RPA-Methodik ist dabei von zentraler Bedeutung.

Das 7-Phasen-Modell der Another Monday Methodik behandelt alle wesentlichen Elemente für eine erfolgreiche Implementierung. Wenn RPA nicht als Technologie, sondern als Methodik betrachtet wird, wird aus Illusion Realität. Diese Wirklichkeit wird lebendig, wenn Sie Ihre RPA-Reise erfolgreich anstoßen.

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